Mehr als 200.000 BewohnerInnen von Wien waren mittelbar oder unmittelbar von den Kriegsereignissen im ehemaligen Jugoslawien betroffen. Tauchen Sie mit dem BOEM*-Kollektiv und ihrer Theater-Performance ein in eine unbekannte Nachkriegswelt – zwischen der Ottakringer Vorstadt und dem Margaretener Hundsturm.

A6

Viele WienerInnen waren und sind direkt vom Ex-Jugoslawien-Krieg betroffen. Sprechen können nur wenige darüber, denn das Medium der Sprache ist begrenzt, und gleicht einem „Trojanischen Pferd“ welches die Subjekte kolonialisiert und im Schweigen manchmal mehr ausdrückt. Vor allem aber ist Sprache jenes Medium, das zwar einerseits hilft über das Traumata zu sprechen, andererseits beim Sprechen selbst traumatisiert und ethnische Grenzen manifestiert. Viele Sprachen werden im Boem gesprochen, im Boem der Arbeiterschichten, im Boem der „gebildeten“. Verschiedenste Dialekte welche den Subjekten ihren Platz zuweisen.

In den letzten 20 Jahren, war bei unseren südlichen Nachbarn Synchronisation angesagt. Im Gleichschritt in die nationale Identität. Bürgerkrieg zieht die Grenze zwischen dem Eigenen und den Andern. Alles wird dem Krieg untergeordnet, und jede der vorgegebenen Ästhetik abweichende Norm wird als störend empfunden, oft auch bekämpft. Es gefährdet die synchronisierte gleichgeschaltete Gemeinschaft.

“Die Stadt ist im Krieg. Woher werden sie kommen? Hier müsste die Brücke gesprengt werden. Da ein Kontrollpunkt. Ja, das scheint hoch genug für einen Scharfschützen. Diesen Teil der Stadt können wir nicht verteidigen. Minen wären angebracht, vielleicht etwas weiter vorne, zwei oder drei zur Ablenkung, die dürfen sie auch finden, aber die anderen halten sie einige Stunden auf. Bald sind sie da.”

Mit: Jimi Lend, Oktay Günes, Ana Stefanovic-Bilic, u.a.

Regie: Alexander Nikolic, Michael Kalivoda – (BOEM*)

In Kooperation mit: HundsturmBMUKKVerein StadtimpulsA6

Mehr als 200.000 BewohnerInnen von Wien waren mittelbar oder unmittelbar von den Kriegsereignissen im ehemaligen Jugoslawien betroffen. Tauchen Sie mit dem BOEM*-Kollektiv und ihrer Theater-Performance ein in eine unbekannte Nachkriegswelt – zwischen der Ottakringer Vorstadt und dem Margaretener Hundsturm.

Viele WienerInnen waren und sind direkt vom Ex-Jugoslawien-Krieg betroffen. Sprechen können nur wenige darüber, denn das Medium der Sprache ist begrenzt, und gleicht einem „Trojanischen Pferd“ welches die Subjekte kolonialisiert und im Schweigen manchmal mehr ausdrückt. Vor allem aber ist Sprache jenes Medium, das zwar einerseits hilft über das Traumata zu sprechen, andererseits beim Sprechen selbst traumatisiert und ethnische Grenzen manifestiert. Viele Sprachen werden im Boem gesprochen, im Boem der Arbeiterschichten, im Boem der „gebildeten“. Verschiedenste Dialekte welche den Subjekten ihren Platz zuweisen.

In den letzten 20 Jahren, war bei unseren südlichen Nachbarn Synchronisation angesagt. Im Gleichschritt in die nationale Identität. Bürgerkrieg zieht die Grenze zwischen dem Eigenen und den Andern. Alles wird dem Krieg untergeordnet, und jede der vorgegebenen Ästhetik abweichende Norm wird als störend empfunden, oft auch bekämpft. Es gefährdet die synchronisierte gleichgeschaltete Gemeinschaft.

“Die Stadt ist im Krieg. Woher werden sie kommen? Hier müsste die Brücke gesprengt werden. Da ein Kontrollpunkt. Ja, das scheint hoch genug für einen Scharfschützen. Diesen Teil der Stadt können wir nicht verteidigen. Minen wären angebracht, vielleicht etwas weiter vorne, zwei oder drei zur Ablenkung, die dürfen sie auch finden, aber die anderen halten sie einige Stunden auf. Bald sind sie da.”

Mit: Jimi Lend, Oktay Günes, Ana Stefanovic-Bilic, u.a.

Regie: Alexander Nikolic, Michael Kalivoda – (BOEM*)

In Kooperation mit: HundsturmBMUKKVerein Stadtimpuls